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Kenwood TM-G707E

Der Mobiltransceiver Kenwood TM-G707E ist ein Duobandgerät für das 2-m- und das 70-cm-Band und zeichnet sich vor allem durch eine gute Bedienbarkeit aus.

Foto: Anschluß Bedienteil
Kenwood TM-G707E mit tiefroter Hintergrundbeleuchtung und abgesetztem Bedienteil (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Es gibt Transceiver, die wegen ihrer hervorragenden Empfangseigenschaften geschätzt werden. Es gibt Transceiver, die wegen ihrer zahlreichen Funktionen oder ihrer hohen Sendeleistung gekauft werden. Und es gibt Transceiver, die nicht von alledem bieten, sich aber dafür einfach gut bedienen lassen.

Der Kenwood TM-G707E ist mein zweiter Transceiver und das exakte Gegenteil zu meinem Sommerkamp TS-220 DX und auch später zum ICOM IC706mkIIG: Man kann ihn wochen- und jahrelang nicht benutzen, und trotzdem findet man sich sofort wieder damit zurecht. Die wichtigsten Bedienelemente sind groß genug, daß man sie notfalls mit Handschuhen bedienen kann. Und sie sind so griffig angeordnet, daß sie blind bedient werden können.

All dies qualifiziert das kleine Gerät zu meinem bevorzugten Mobiltransceiver.

Hintergrundbeleuchtung

Foto: LED-Platine Kenwood TM-G707E
LED-Platine der Hintergrundbeleuchtung (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Das Kenwood TM-G707E (seinerzeit als „gelbes Wunder“ beworben) wurde mit einer bernsteinfarbenen Hintergrundbeleuchtung ausgeliefert. LEDs in dieser Farbe konnten in Bezug auf die gefühlte Helligkeit eine maximale Ausbeute in Bezug auf den Strom vorweisen. Beim Einbau in ein Kraftfahrzeug ist die maximale Lichtausbeute aber oft nebensächlich. Hier ist dann eine Angleichung an die Farbe der Hintergrundbeleuchtung des Armaturenbretts wünschenswert.

Die Wunschfarbe läßt sich z.B. dadurch ermitteln, indem man die entsprechende Farbe mit einem Handy-Display darstellt und mit der Armaturenbrettbeleuchtung vergleicht. Hier hilft insbesondere eine Website, die unterschiedliche Wellenlängen als RGB-Code ausgibt[1]. Naturgemäß hat der Farbraum eines Handy-Displays insbesondere im roten Bereich Einschränkungen in Bezug auf die darstellbaren Farben, so daß dieser Vergleich nur recht ungenau ist — aber oft genug reicht es aus. Bei mir hat sich die Zielfarbe Rot (635nm) ergeben.

Die Hintergrundbeleuchtung des TM-G707E besteht aus 15 diskreten LEDs mit einem Package ähnlich 2012 (=0805) unter einem farblosen Diffusor. Sie lassen sich relativ einfach austauschen. Alle LEDs haben die gleiche Einbaurichtung und sind jeweils in Dreiergruppen hintereinandergeschaltet.

Abgesetztes Bedienteil

Foto: Anschluß Bedienteil
Neben dem Original-Kontakt befindet sich genügend Leiterbahn für eine zweite Reihe von Stiften (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Für den abgesetzten Betrieb des Kenwood TM-G707E war unter der Bezeichnung „DFK-3C“ ein Separationskabel erhältlich, dessen Preis die Bezeichnung „unverschämt“ verdiente. Im Zeitalter von 3-D-Druckern sollte es aber kein Problem sein, die passenden Stecker mit Pogo-Pins und etwas Geduld nachzubilden. Da ich über keinen 3-D-Drucker verfüge, habe ich mich für einen anderen Weg entschieden.

Foto: Anschluß Bedienteil 2
Der Kabelschwanz für das Verbindungskabel besteht aus einem USB-Leiterplattenverbinder für Mainboards im 2,0-mm-Raster mit einem angecrimpten Telefonstecker. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Die Original-Verbindung zwischen Bedienteil und Transceiver erfolgt über vier gefederte Stifte im Rastermaß 2,0 mm in Durchstecktechnologie. Praktischerweise sind direkt daneben vier Leiterbahnen, die diese Signale führen, und sich nach einer Begegnung mit dem Glasfaserradierer ganz hervorragend dazu eignen, eine Stiftleiste im passenden Rastermaß anzulöten. Durch die direkt nebenan befindlichen Durchsteckpads besteht kein Risiko, diese Leiterbahnen durch die Stiftleiste mechanisch zu überlasten.

Auch wenn die zusätzliche Stiftleiste etwas länger als die Original-Kontakte ist, läßt sich das Bedienteil noch wie gewohnt am Transceiver anstecken.

Transceiverseitig lassen sich die vier Leiterbahnen für den Anschluß des Bedienteils auf der Leiterplatte schnell identifizieren und auch hier ein Kabelschwanz anlöten.


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