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Die Spindel der BF20 läßt sich von ca. 50 bis 2500 U/min regeln. Für Fräsarbeiten eignet sie sich damit für Fräser von 12mm bis 4mm, für geduldige Menschen in Aluminium auch bis ca. 2mm Durchmesser. Zum Gravieren ist die Drehzahl allerdings definitiv zu klein.
Im Zubehörkatalog von Optimum findet sich zu diesem Zweck der Anbauadapter für einen „High Speed Motor”. Für dessen Montage ist vorgesehen, den Bohr-Fräskopf abzunehmen und an seiner Stelle den Anbauadapter zu befestigen. Da der Bohr-Fräskopf allerdings ca. 36kg wiegt und seine Entfernung viel zu umständlich für einen kurzen Einsatz der Gravierspindel ist, mußte eine andere Konstruktion her.
Wie auf dem Foto auf der rechten Seite zu erkennen ist, ist einfach ein Joch aus 10mm dicken Alumium an der Pinole befestigt, an welchem wiederum ein billiger Bohrschleifer als „Hochfrequenzspindel” seinen Dienst versieht.
Der Vorschubhebel für die Pinole geht noch mühelos am dem kleinen Motor vorbei und der Verlust von 10mm Pinolenhub läßt sich leicht verschmerzen. Deshalb wird diese Vorrichtung im Normalbetrieb gar nicht mehr abgeschraubt.
Der kleine Bohrschleifer ist sicherlich alles andere als ideal. Die Rundlaufgenauigkeit habe ich mich bisher noch nicht zu messen getraut und von der elektrischen Anschlußleistung von 130 Watt scheinen ca. 19% in Wärme und 80% in Schall umgesetzt zu werden. Die 1% verbleibende Wellenleistung reichen allerdings für einfache Gravierarbeiten und kleine Bohrarbeiten aus. Und noch ist mir kein VHM-Bohrer abgebrochen.

Da der einzige Vorteil des Dremel-Verschnitts der war schon vorhanden zu sein, ansonsten aber selbst beim Gravieren für mehr Ärger als Freude gesorgt hat, wurde er schließlich kurzerhand durch einen Oberfräsenmotor ersetzt.
Bezüglich Schallabstrahlung hat die Kress 1050-1 FME (Drehzahlbereich 2500-25000 U/min) einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad, für das Fräsen von Holz und Buntmetall allerdings einen bedeutend besseren.
Die Befestigung besteht wieder aus einem brillenförmigen Joch, daß diesmal an der einen Seite die Pinole und auf der anderen Seite einen 43mm-Hals aufnehmen kann. Um etwas mehr Freiraum um den Fräser zu haben und auch um direkt ohne Schraubstock über dem Tisch arbeiten zu können ist das Joch gekröpft. Die Absaugglocke besteht aus lackiertem MDF und wird die erste Kollision nicht überleben, dafür aber auch im Ersatz sehr einfach sein.
Im Gegensatz zu der platzsparenden Befestigung der ersten Version stört Version II deutlich mehr bei der Arbeit mit der Hauptspindel und wird deshalb dann für gewöhnlich entfernt.